Samstag, 31. Oktober 2015

Ich melde mich zurück - mit einem neuen Projekt

Hallo ihr Lieben,

da bin ich wieder und ich habe wieder sehr viel Lust zum Bloggen. Mehr Zeit für Handarbeiten habe ich nicht wirklich, aber dafür ein Projekt, das auch einiges an Planung erfordert und daran möchte ich euch teilhaben lassen - vielleicht findet ihr das auch spannend - die Entwicklung einer vollständig neuen Garderobe. Ich verfolge ein solches Thema im Hobbyschneiderinnen Forum mit großer Spannung.

Ich habe lange überlegt, ob ich dieses Projekt öffentlich machen möchte, weil ich nicht möchte, dass das dann in eine falsche Richtung geht.
Wer hier schon länger liest und Bilder von mir kennt, kann sich vorstellen, worum es geht. Ich bin schon sehr lange sehr dick und das auch mit großer Zufriedenheit. Ich hatte einfach keine Lust mehr auf Diäten und auf Einschränkungen der Lebensqualität. Klar wäre ich lieber dünner, aber ich war nicht bereit den Preis zu zahlen und bin damit auch jetzt noch sehr einverstanden.
Was ich ganz fürchterlich finde, ist, dass es kaum einen Bereich des Lebens gibt, in dem man nicht mit Abnahme und Kalorien etc belämmert wird. Ich finde es völlig in Ordnung, sich zu dem Thema auszutauschen, aber dafür gibt es ja auch eine Menge Orte.

Inzwischen nehme ich ab - der einfache Grund dafür ist, dass ich durch körperliche Probleme, einen echten Verlust in der Lebensqualität empfunden habe und ich habe die Hoffnung, dass das mit sinkendem Gewicht besser wird. Zu meinem großen Glück empfinde ich dabei auch keine Einbußen in der Lebensqualität. So - das dazu - und Punkt :)

Was ich aber spannend finde ist, dass ich jetzt die Möglichkeit habe, mir eine vollständig neue Garderobe aufzubauen und ich möchte das diesmal sehr überlegt angehen. Langfristig möchte ich dahin kommen, dass ich fast keine Kleidung mehr kaufe. Ich habe einfach auch zunehmende Probleme mit der Bekleidungsindustrie. Das hat natürlich etwas mit den Fertigungsbedingungen zu tun, dass hat aber auch etwas damit zu tun, dass ich durch mein Leben mit der Wolle immer anspruchsvoller in der Realisierung eigener Vorstellungen geworden bin. Ich mag nicht die Kleidung kaufen, die einfach da ist, ich mag selbst gestalten.
Das schlägt sich schon in so einfachen Dingen nieder, dass ich, wenn ich beispielsweise ein Tuch in einer auffälligen Farbe stricke (das habe ich nämlich gerade auf den Nadeln) etwas Garn übrig behalte, um einen Rock mit einem entsprechenden Highlight zu gestalten und vielleicht sogar noch ein zweites Teil, damit die Sachen dann optimal zusammenpassen.

Ich möchte euch hier an meinen Planungen und an meinen Umsetzungen teilhaben lassen - ich freue mich auch über Ideen und Anregungen!

Das ist ein großes Vorhaben, was schon bei der simplen Frage schwierig wird, in welcher Größe ich jetzt werkeln werde.
Ich werde mir immer mal wieder auch etwas für "auf dem Weg" machen, aber vor allem möchte ich an meiner späteren Garderobe arbeiten.
Nun kenne ich mich schon ein paar Jährchen und habe mich jetzt für die begründete Vermutung entschieden, dass so eine 46 eine wahrscheinliche Größe sein könnte - drüber bin ich weiterhin zu schwer für meinen Fuß, darunter dürfte krampfig werden. Sollte das doch passieren, so doch zumindest so langsam, dass sich die 46 auf jeden Fall lohnt. Davon bin ich natürlich noch weit entfernt - wundert euch also bitte nicht, wenn es in Zukunft eine Menge Bilder ohne mich in der Klamotte geben wird :)



Einsteigen werde ich mit einem Rock. Hier habe ich mal die Swingtechnik von "Magische Maschen" ausprobiert. Das gefällt mir recht gut. Allerdings ist der Spitzenrand für mich zu viel "Geschnörkel" - ich denke den werde ich noch mit der Overlock zurechtstutzen. Das ist auch etwas, was ich ausprobieren musste, weil ich es mir nach dem Bild für mich vorstellen konnte.
Der Bund muss auch noch umgenäht werden, aber dafür muss ich erst noch das notwendige Gummiband besorgen. Zu dem Rock werde ich ein schlichtes Oberteil tragen und ich muss mir noch etwas aus dem Rest des Garnes für den Hals überlegen.
Das ist übrigens ein Kaufgarn aus Baumwolle und Poly, da ich zum Probieren der Swingtechnik nicht direkt selbstgesponnenes Garn verwenden wollte.
Die zu entfernenden Zipfel leiten zu dem Eigentlichen über:

Eine Frage des Stils
In den meisten Phasen des Lebens hat das, was halt da war, meinen Stil bestimmt. Das hat sich schon länger geändert und es wird natürlich noch spannender bei einer kleineren Größe.
Ein paar Dinge sind schon klar
1) Ich mag gerne das Meiste schlicht mit einem Hingucker kombiniert - das bedeutet beispielsweise, dass ich zu dem Sanduhrrock ein schlichtes Oberteil brauche.
2) Ich werde mit Sicherheit jetzt erst mal nicht körperbetont arbeiten, weil ich natürlich nicht weiß, wie sich meine Figur entwickelt. Körperbetont steht aber durchaus auf dem Programm. Wenn ich merke, dass ich halte, werde ich mir eine Schneiderpuppe mit meinen Maßen kaufen - ich bin im Prinzip nämlich nicht der "Versteckter-Typ"
3) Zum Glück trage ich gerne Jacken - zum Glück deshalb, weil die sich ja recht gut über ein Größenspektrum tragen lassen - gleiches gilt für Tücher.
4) Ich möchte mit den Möglichkeiten spielen, die ich als Selber-Macherin habe. Das bedeutet, dass Teile in verschiedener Form zueinander passen sollen - das muss ich schon beim Spinnen berücksichtigen, weil ich immer Material für das eigentlich geplante Stück, aber dann noch mehr Material für Kombi-Teile brauche. Da kann dann auch mal eine Jacke zu zwei verschiedenen Röcken passen, weil ich beispielsweise in eine schwarze Jacke einen grünen und einen blauen Streifen einarbeite und der eine Rock dann blau und der andere grün ist oder entsprechende Elemente hat.
5) Ich liebe Kleider und Röcke - Kleider mag ich bei meiner Figur im Moment nicht, weiß aber, dass ich sie bei 46 traumhaft finden werde - von daher werde ich mich da austoben. Röcke in der einfachsten Form haben wiederum den Vorteil leicht anpassbar zu sein.

So - das soll für heute reichen.
In Zukunft wird es mehr Beiträge in dieser Rubrik geben. Ich werde tatsächlich meine Handarbeitszeit ziemlich weitgehend auf mich selbst fokussieren - natürlich - ich wäre nicht ich, wenn es anders wäre - mit ganz vielen Ausnahmen - da habe ich auch noch einiges aus den letzten Wochen zu zeigen :)

Liebe Grüße,

Anne