Freitag, 25. Dezember 2015

Weben

Hallo zusammen,

endlich wieder bekommt mein Webstuhl etwas zu tun :)

Schon vor relativ langer Zeit (schäm) habe ich Tanja von spinnertundgewollt einen Stoff aus ihrem eigenen Garn versprochen. Sie hat sich eine Leinwandbindung gewünscht, was ich eine hervorragende Wahl finde.

Sie hat dafür ein tolles Garn in verschiedenen Naturtönen im braun/beige-Spektrum gesponnen.

Es macht riesigen Spaß zu weben, weil es sich einfach toll entwickelt und immer wieder anders aussieht.


Das untere Bild ist etwas später entstanden- das obere entspricht mehr der Realität, aber ich komme im Moment nicht an den Schalter meiner Tageslichtlampe, aber ich denke, ihr seht, was ich mit den Unterschieden meine.

Die Längslinien sind übrigens keine Webfehler, sondern darauf zurückzuführen, dass ich mich zwischen zwei Webblattstärken nicht entscheiden konnte :) - die verschwinden beim Waschen.

Leinwandbindung ist für dieses Gewebe übrigens nicht nur schön, sondern hilft mir gerade auch überhaupt weben zu können.
Allerdings muss ich dafür immer erst mal sorgfältig meinen Fuß unter den Webstuhl basteln :D

Das ist auch der Grund, warum ihr diesmal nur Handybilder bekommt -die Kamera liegt oben.

In vier Tagen darf ich diese Schiene gegen einen Designerschuh tauschen, der mich dann noch 12-14 Wochen bei zunehmender Belastung begleiten wird. Damit wird der Alltag schon deutlich einfacher werden. Im Moment muss ich meinen Mann ziemlich hin und herscheuchen, aber er macht das ganz hervorragend - vielleicht gewöhne ich mich ja auch daran :)

Liebe Grüße,

Anne

Dienstag, 22. Dezember 2015

Jahreswechselgedanken - aber nur zufällig

Hallo zusammen,

am letzten Donnerstag wurde ich am Fuß operiert. Eine Versteifung des unteren Sprunggelenkes, wird mich bewegungsmäßig für längere Zeit aus dem Verkehr ziehen. Spinnen geht jetzt auch nur elektrisch und auf den Webstuhl habe ich vorher noch ein großes Projekt in Leinwandbindung aufgezogen, für das ich nur den linken Fuß brauche.

Eine solche Operation entschleunigt sehr. Hinzu kommt, dass ich direkt vor der OP noch eine richtig heftige Seitenstrangangina mit hohem Fieber hatte, die mich noch richtig umgehauen hat (deshalb wurde auch die OP verschoben) - insgesamt viel Zeit zum ruhig werden und nachdenken. Deshalb gibt es jetzt auch Jahreswechselgedanken, aber der Einschnitt ist weniger das wechselnde Jahr, als der Schnitt in den Fuß :)

Ich mochte das letzte Jahr - sehr sogar, aber das bedeutet natürlich nicht, dass das nächste nicht noch besser werden darf.

Die OP am Fuß macht mich sehr glücklich. Ich werde in den nächsten Monaten das Gehen neu lernen und dabei mobiler werden, als ich es seit ca 15 Jahren war. Das wird sich mit Sicherheit auf meine Freizeit auswirken. Zunächst brauche ich die Zeit für das Training und dann werde ich im Sommer mit Sicherheit jede Chance zum Wandern nutzen - etwas, das ich früher mit Leidenschaft gemacht habe und das mit zunehmenden Fußproblemen schleichend immer weniger wurde.

Zunehmende Mobilität gewinne ich natürlich auch mit weiter sinkendem Gewicht. Dazu habe ich letztens ein Buch gelesen, in dem mich ein Satz umgehauen hat. Ich kann es nicht wörtlich zitieren, aber es ging darum, dass man nicht erst am Ziel ist, wenn die Kleidergröße stimmt, sondern wenn man einen Weg gefunden hat, mit dem sich das Gewicht normalisiert, ohne dass man sich fragt, wann die Diät zu Ende ist.
Das war toll - ich habe direkt gemerkt, wie richtig das ist und habe mich damit auch wirklich angekommen gefühlt.
Das hat Einfluss auf das Projekt, das ich euch vorgestellt habe und auf dessen Weg ich euch ja mitnehmen möchte. Ich werde nun ganz bewusst nicht nur für eine eventuelle Zielgröße nähen, sondern viel mehr Kleidung machen, die mich auf dem Weg begleitet - und wenn das dann für ein Kleidungsstück nur ein paar Monate sind, dann ist das halt so - ich kann es trotzdem in der Zeit genießen und dann ziehen lassen.
Dazu ist mir auch noch eine Idee gekommen, die mir sehr gut gefällt - ich werde in Zukunft immer mal wieder hier Kleidungsstücke einstellen, die ich selbst gemacht habe und die mir nicht mehr passen. Dann können sich die melden, die denken, dass sie ihnen oder einer Freundin passen könnten und dann werde ich sie verlosen - was haltet ihr von der Idee? Ich stelle mir gerade lustig vor, dass ich vielleicht dann hier mal etwas Neues vorstelle und sich schon mal jemand denkt, dass er das später gerne bekommen würde :)

Gleichzeitig geht die Arbeit weiter - wie im letzten Jahr gibt es sehr viel Arbeit und dabei sehr viele spannende Projekte und die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit wird weiter fließend, einfach weil das, was ich da mache, mich glücklich macht.
Natürlich wird damit die Zeit für Handarbeiten nicht gerade mehr, aber gerade deshalb habe ich mir überlegt, dass ich mir in Zukunft mit dem Samstag Vormittag einen festen Termin setze, an dem ich nähe. Das mache ich nämlich selten noch nach der Arbeit - da raffe ich mich nicht mehr auf, in mein Zimmer zu gehen, sondern bleibe lieber im Wohnzimmer bei meinem Mann.
Der Samstag Vormittag eignet sich aber super und da werde ich dann systematisch nähen. Das bedeutet erst einmal auch wirklich üben. Ich habe ja inzwischen einiges gemacht, aber ich habe für mich das Gefühl, dass ich erst dann mit dem Nähen wirklich zufrieden sein werde, wenn ich es systematisch erlernt habe. Ich schaue daher in meiner Auszeit jetzt brav Kurse bei Makerist und erarbeite mir ein Übungsprogramm. Damit starte ich dann, sobald der Fuß das zulässt. Ich weiß noch nicht, wann das sein wird, denn auch wenn ich in zwei Wochen schrittweise in die Belastung einsteigen werde, muss ich dann einen futuristischen Stiefel tragen, mit dem ich definitiv kein Gaspedal betätigen kann - mal schauen, ob ich, wenn ich nicht laufe, auch ohne den sein darf - dann ginge es ja.
Keine Angst - mit den Übungen quäle ich euch dann nicht - ich habe schon vor auch Nähprojekte umzusetzen. Immerhin liegen hier auch noch Stoffe für Weihnachtsgeschenke, die ich nicht mehr umsetzen konnte und für die es dann nur Gutscheine gibt...

Nach diesem Roman bleibt mir noch, allen, die durchgehalten haben (aber den anderen auch) ruhige und fröhliche Weihnachtstage und einen guten Übergang in ein prächtiges Neues Jahr zu wünschen.

Liebe Grüße,

Anne




Donnerstag, 10. Dezember 2015

Kopfkleiderschrank

Moin Zusammen,

heute mal ein Beitrag ohne Bilder - es geht nämlich um Bilder im Kopf...

Ich folge dem Blog crafteln von Meike Rensch-Bergner (ja - schon vor geschickt eingefädelt ;)) und habe mir auch ihr Buch Nählust statt Shoppingfrust gekauft. Daraus habe ich den Begriff des Kopfkleiderschrankes, der bei mir ganze Gedankenfluten ausgelöst hat.

Ihre Idee ist, dass jede/r eine Vorstellung im Kopf hat, was sie tragen möchte und dass man sich das klar machen soll, wenn man seine Garderobe plant.

Stimmt - ich hatte Kleidung im Kopf und dachte mir, dass der Teil der Einfachste wäre, aber das ist er tatsächlich nicht.
In meinem Kopf ist sehr viel Sissy - weite, lange Kleider - viel Schwingendes.

Der nächste Schritt sollte für dann eigentlich sein zu überlegen, wie ich das in eine alltagstaugliche Garderobe überführen könnte, aber da setzte das Problem ein - nicht, dass das nicht möglich gewesen wäre, aber ich merkte, dass ich das gar nicht mehr bin - in meinem Kopf sind die Klein-Mädchen-Kleiderträume, die ich nie ausleben konnte, da ich schon als Kind dick war. Vielleicht nähe ich mir da mal was für zu Hause, aber mein zukünftiger Kleiderschrank soll so nicht aussehen.

Also bin ich noch auf der Suche - und bin unschlüssiger denn je. Ich hatte hier vor einiger Zeit schon geschrieben, dass ich auf jeden Fall gerne Dinge mit Westen drüber trage - da merke ich jetzt auch, dass das gar nicht unbedingt stimmt, sondern eher der Verhüllungstaktik geschuldet war, auch wenn ich das tatsächlich gar nicht so empfunden habe.
Ähnlich bei Röcken - auch wenn ich meine weiten langen Röcke noch immer mag - ich liebe meinen neuen engen, langen Cordrock.

Ich denke, ich muss mich da noch herantasten und abwarten, was sich entwickelt - gut, dass ich ohnehin erst einmal noch üben wollte. Ich denke aber auch, dass ich schon für mich nähen werde, bevor ich mich bei einem Gewicht stabilisiere. Spätestens für den Sommer soll es mindestens ein Sommerkleid geben. Das bringt mich nämlich dazu, mich mit meinem Körper auseinanderzusetzen und genauer hinzusehen. Ich habe inzwischen erkannt, dass das für mich ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur "perfekten" Garderobe ist.

Im Kopf habe ich das alles noch lange nicht, obwohl ich das sehr gerne behaupten würde - ich plane doch so gerne - aber so lerne ich, dass ich genau hinschauen muss. Das finde ich inzwischen auch richtig gut, denn ich merke schon, dass ich nicht in jedem Moment mit meiner Veränderung mitkomme und hinschauen hilft auf jeden Fall.

Ich denke, dass ich mir im Frühjahr eine verstellbare Schneiderpuppe gönnen werde - ich habe eine gefunden, die von 42-50 geht. Da wird auf jeden Fall mein finales Maß dabei sein und dann kann ich mich vielleicht auch mit drapieren einer Vorstellung annähern.

Wie geht es euch damit? Stimmt euer Kopfkleiderschrank mit eurer Garderobe überein? Wo macht ihr Kompromisse, wisst ihr überhaupt, was ihr tragen wollt - also wenn es genau das gäbe, was ihr wolltet? Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir dazu etwas schreibt - ich finde das super spannend!
Liebe Grüße,

Anne

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Überlänge ;)

Nachdem ich mich eigentlich schon im letzten Jahr gut mit Loops ausgestattet wähnte, habe ich jetzt eine Begeisterung für überlange Loops entdeckt - die müssen natürlich auch noch genadelt werden....


Ich liebe es damit zu spielen und ihn immer wieder anders zu wickeln. Das Garn ist übrigens der Rest von dem Röllchengarn, das ich damals für den Swirl gemacht habe - vielleicht erinnert sich ja noch jemand.

Liebe Grüße,

Anne